IGeL-Leistungen richtig verkaufen: Kommunikation auf Augenhöhe
So bieten Sie individuelle Gesundheitsleistungen an, ohne wie ein Verkäufer zu wirken. Ein Leitfaden für das Arzt-Patienten-Gespräch.
Berater, nicht Verkäufer.
Viele Ärzte scheuen sich, IGeL-Leistungen anzubieten, aus Sorge, unseriös zu wirken. Dabei wünschen sich Patienten oft mehr als die "Kassenmedizin" - sie wissen nur nicht, was möglich ist.
Kommunikation auf Augenhöhe
Nutzen statt Feature
Sprechen Sie nicht über die Frequenz Ihres neuen Lasers. Sprechen Sie darüber, dass die Heilung voraussichtlich 3 Tage schneller verläuft.
Individualität
Vermeiden Sie die "Speisekarte" im Wartezimmer. Bieten Sie Leistungen nur an, wenn sie für diesen konkreten Patienten medizinisch sinnvoll sind.
Transparenz
Nennen Sie den Preis sofort und schriftlich (Honorarvereinbarung). Überraschungen auf der Rechnung zerstören das Vertrauen nachhaltig.
Der Spickzettel: Dos & Don's
- "Aus meiner medizinischen Erfahrung empfehle ich Ihnen..."
- "Damit können wir die Diagnose absichern."
- "Die Kosten liegen bei 45 Euro."
- "Ich habe da ein ganz tolles neues Gerät..."
- "Das zahlt die Kasse ja eh nicht, aber..."
- "Das ist gar nicht so teuer."
Ein Beispiel aus der Praxis
Variante B fokussiert sich auf das Ziel des Patienten (Sport), nicht auf den Umsatz des Arztes.
Gute Medizin darf etwas kosten.
Wenn Sie von einer Leistung überzeugt sind, enthalten Sie diese Ihrem Patienten nicht vor. Er hat das Recht zu entscheiden, ob ihm seine Gesundheit diesen Preis wert ist.
Evira kostenlos testenHinweis: Dieses Dokument basiert auf aktueller GOÄ-Rechtsprechung. Keine Rechtsberatung.